Donnerstag, 26. April 2007

Third JAX Day - Cool Stuff Day

Programm:
Groovy - Dierk König
Keynote zu Web2.0 to Enterprise
Java-Technologien: cool but forgotten - Adam Bien
Derby, die Java DB
Keynote zu Concurrency
Birth of a feather: Zukunft der Programmiersprachen

Groovy
Dierk König und sein Groovy gewannen den JAX Innovation Award zu Recht. Groovy ist für Java Programmierer sehr intuitiv. Die Sprache ist dynamisch und läuft auf der Java VM. Vieles ist optional. Listen, Ranges und Maps können literal dargestellt werden. Es gibt Builders, die es erlauben, ganz einfach Swing Oberflächen oder HTML Seiten zu bauen. In einem Beispiel zeigte Dierk etwa, wie er schnell einen Flickr Betrachter in Groovy schusterte.

Java - cool Stuff
Cool war auch der Vortrag von Adam Bien. Er ging zwar in einem so hohen Tempo vor, dass er eine halbe Stunde zu früh mit seinen Folien fertig war (teilweise war es wie im Film). Ich konnte aber doch einige Sachen aufnehmen ;-) Adam zeigte FreeTTS und Sphinx, einen speech synthesizer resp. regognizer, mit welchen er offenbar zu Hause seine Heizung steuert. Er lasse sich so einfach die Heizungswerte vorlesen.
Ein zweiter grosser Teil in seinen Ausführungen war ein Teil über JINI, mit welchem er P2P Netze aufbaut. Die Idee kam ihm bei einem Gespräch mit Wissenschaftlern, die Vitaldaten von Wildschweinen sammelten. Wäre nun jedes Wildschwein ein Peer, so könnte jedes dem anderen seine Daten übertragen, wenn es mal in Reichweite wäre. Man müsste dann nur noch eines der Wildschweine fangen, um die Daten aller abzurufen. Das ganze klingt ein wenig nach einem intelligenten Schwarm (Frank Schätzing).
Ja und da wäre noch Sun SPOT zu erwähnen. Dieses electronical Gadget gibt es bei Sun (momentan erst in den USA) zu kaufen. Es lässt sich in Java programmieren, beinhaltet einen ARM920 Prozessor, diverse Sensoren (etwa einen Beschleunigungssensor!) und In/Outputs.

Derby
Ebenfalls ganz cool wäre die Embedded DB Derby, die nun Teil des JDK6.0 ist. Leider war der Referent etwas scheu und hat sich erst wieder beruhigt, als alle seine Folien abgespult waren. :-(

Keynotes - Web2.0 to the Enterprise und Java Concurrency
Dafür waren die Keynote Speaker um so viel sicherer. Rahul Patel zeigte sehr eindrücklich, wie Oracle Web2.0 in ihr internes Verwaltungssystem aufnahmen. Daraus ist WebCenter entstanden, der es in sich hat.
Biran Goetz von Sun zeigte nun auf, wie wichtig das Concurrency in der Java-Programmierung ist. Der ganze Umgang muss allerdings durch den Programmierer übernommen werden. Es gibt dabei keine Tool- und Runtime-Unterstützung.
  • Synchronize atomate Bereiche
  • defend race condition
  • deadlock vermeiden
So hat sich die Prognose von Sebastian Meyen bestätigt, dass Concurrency immer wichtiger wird. Brian zeigte auch einige andere Sprachen (viele aus dem dynamischen oder funktioalen Feld) die bereits gut mit Concurrency umgehen können. Man soll als Programmierer von diesen Konzepten lernen.

Birth of a Feather
Ein hochstehender Talk über die Zukunft der Progammiersprachen. Generell ist der Tenor zu Java als Platform und viele verschiedene Sprachen, die darauf aufsetzten (also ganz nach den Prognosen von Sebastian Meyen).

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Christian,
wie Du die Brücke zwischen Wildschweinen und intelligenten Schwarm geschlagen hast finde sehr amüsant :-) Weiter so! Wie sieht es eigentlich mit Deinen Vitaldaten aus, bei dem "stressigen" Programm was Du in Wiesbaden hast?
cu René

Christian hat gesagt…

Mir ist vor allem der Roman von Michael Crichton "Beute" in den Sinn gekommen. Da verständigen sich Miniaturroboter über solche Schnittstellen, ahmen Schwarmverhalten nach und bauen so kollektives Wissen auf.